Wir nutzen im Alltag oft nur einen winzigen Bruchteil unseres wahren seelischen Bewusstseins. Der Großteil unseres eigentlichen Wissens und unserer Weisheit liegt im Höheren Selbst – dem Überbewusstsein.

Unser alltägliches Ich ist dabei nur der kleine, bewusste Teil unserer Persönlichkeit. Es ist das, was wir im Außen als „ich“ wahrnehmen: unsere Gedanken, unsere Rollen im Leben und unser Name. Das wahre Selbst hingegen umfasst alles. Es verbindet unser Tagesbewusstsein mit dem gesamten Unbewussten. Als übergeordnete Persönlichkeit umschließt es unser kleines Ich wie ein großer, weiser Mentor.

Im Grunde geht es im Leben vor allem um eines: endlich ganz bei uns selbst anzukommen und das zu verkörpern, was unsere wahre Essenz schon immer ausmacht. Das Höhere Selbst ist der innere Architekt dieses Prozesses. Es sendet uns ständig feine Signale, oft durch Träume, plötzliche Geistesblitze oder verblüffende Synchronizitäten im Alltag. All das tut es, um uns sanft anzutreiben, auch unsere verdrängten Anteile – unseren Schatten – liebevoll zu integrieren und innerlich ganz zu werden.



Wenn wir mit diesem tiefsten, inneren Kern unserer eigenen Psyche in Kontakt treten, fühlt sich das oft wie eine tiefgreifende spirituelle Erfahrung an. Es ist das unendliche Potenzial, das in der Tiefe unseres Seins darauf wartet, von uns entdeckt und ins Licht des Bewusstseins geholt zu werden.